Therapie

Äußerliche Therapie

Bei dieser Behandlung werden die Talgdrüsen verkleinert, die Bakterien in den Talgdrüsen abgetötet und die Überaktivität der Drüsen reguliert. Häufig kommt es in der Anfangsphase zu einer vorübergehenden Austrocknung der Haut, vereinzelt auch zu Rötungen oder einem brennenden Gefühl. Diese unangenehmen Wirkungen dauern jedoch in der Regel nur die ersten zwei Behandlungswochen an und sind kein Ausdruck von Unverträglichkeit der Präparate. Die meisten handelsüblichen Präparate enthalten Kombinationen aus den folgenden Inhaltsstoffen:

Benzoylperoxyd (BPO)

BPO wirkt keimreduzierend und regulierend auf die Talgdrüsen. Das Medikament ist in verschiedenen Stärken im Handel erhältlich. Unerwünschte Nebeneffekte sind Austrocknen und Reizung der Haut. Diese Probleme treten aber zumeist nur am Anfang auf. Da der heilende Effekt nach Wochen bis Monaten nachlassen kann, wird dann die Konzentration des BPO erhöht. Die Produkte gibt es als Creme oder Gel, je nach Fettigkeitsgrad der Haut.

Wichtig zu beachten: Das Medikament kann dunkle Wäsche entfärben! Achten Sie vor allem bei Bettwäsche und Handtüchern darauf.

Azelainsäure

Dieses Medikament wirkt keim- und entzündungshemmend und löst Verhornungen. Als Creme ist es auch für empfindliche Hauttypen sehr gut geeignet und kann sogar in der Schwangerschaft angewendet werden. Die Wirkung tritt jedoch eher langsam ein –nach ca. 3-4 Wochen. Haben Sie also ein wenig Geduld. Der Effekt ist dafür langanhaltend.

Vitamin-A-Säure

Viele Aknepräparate enthalten diese Wirkstoffe, die auch als „Retinoide“ oder „Isotretinoin“ bezeichnet werden. Abgesehen von Hautreizungen und Austrocknung in der Anfangszeit sind die Nebenwirkungen gering und der Heilungseffekt sehr gut. Die Wirkstoffgruppe dient in verdünnter Form sogar als Anti-Aging-Mittel und reduziert das Hautkrebsrisiko.

Wichtig zu beachten: Schwangere dürfen diese Präparate nicht anwenden!

Adapalen

Diese Substanz ist der Vitamin-A-Säure sehr ähnlich. Sie verfügt zusätzlich über anti-entzündliche Eigenschaften.

Äußerliche Antibiotika

Antibiotische Lösungen oder Cremes behandeln die bakterielle Besiedelung der Talgdrüsen. Diese Substanzen werden vom Körper nicht aufgenommen, so dass keine Gewöhnungseffekte (Resistenzen) oder andere Nebenwirkungen zu erwarten sind. Zumeist handelt es sich hierbei um Wirkstoffe mit Erythromycin, Clindamycin und Metronidazol.

Alkoholische Reinigungsmittel

Diese Präparate reinigen nicht nur die Hautporen, sie entfernen auch überschüssiges Fett von der Hautoberfläche. Die Zusammensetzung der Lösungen sollte Ihr Arzt individuell für Sie rezeptieren.

 
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